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Klettern stärkt den Zusammenhalt

Herlinghausen. Wenn Kinder die weiterführende Schule besuchen, kennen sie oft viele ihrer neuen Klassenkameraden nicht. Bei einem Gruppentag im Kirchberghof sollten sich die Fünftklässler der Warburger Sekundarschule untereinander besser kennenlernen, damit der Zusammenhalt gestärkt wird.  „Los, das schaffst du!“, feuert die ganze Klasse Celine an. Die Zehnjährige klettert die sogenannte Jakobsleiter hoch. Die Sprossen hängen so weit auseinander, dass sie ihr Bein weit recken muss, um die nächste Höhe zu erreichen. Mit beiden Armen und Beinen umklammert Celine die Sprosse und zieht sich mit ganzer Kraft hoch. Langsam, Balken für Balken, arbeitet sie sich in Richtung Decke. „Noch eine Sprosse“, rufen ihre Mitschüler von unten. Geschafft – Celina sitzt auf der höchsten Sprosse – rund sechs Meter über dem Boden. Freudig schaut sie zu ihren applaudieren Klassenkameraden hinab. „Ich hatte ein wenig Angst und wollte gar nicht bis ganz nach oben“, gesteht das Mädchen nachher. „Aber ich hab mir gedacht, ich versuch’s einfach. Und als alle mich angefeuert haben, war ich richtig motiviert.“

Der Tag wurde von den Sozialarbeiterinnen Dorothee Ludwig und Carina Hellbrand organisiert. „Die Kinder sollten Teamgeist entwickeln und sich in ihrer neuen Klasse einleben“, erklärt Ludwig. Dazu mussten die Kinder gemeinsam in verschiedenen Spielen gemeinsam Aufgaben lösen und beispielsweise eine Pyramide bauen. „Die Schüler haben gelernt, dass sie sich gegenseitig brauchen und sich helfen und aufeinander verlassen müssen, um Herausforderungen zu meistern.“ Bei manchen Aufgaben mussten die Kinder auch im Team arbeiten, ohne miteinander zu sprechen. Dabei wurden nicht nur die Schüler, sondern auch die Betreuer vor Herausforderungen gestellt. „Einige Kinder haben Höhenangst und wollen erst gar nicht klettern. Daher müssen wir sie motivieren, es wenigstens zu versuchen. Und meistens schaffen sie die Aufgaben“, so Ludwig. Außerdem lasse mit der Zeit die Konzentration nach. „Daher bauen wir immer wieder kurze Pausen ein oder spielen draußen Fußball.“ Wichtig sei auch gewesen, dass die Jungen und Mädchen auf andere zugehen. „Sie solltenauchlernenmitKindern, mit denen sie nicht befreundet sind, zusammenzuarbeiten. Daher haben wir die Gruppen zufällig zusammengestellt“, sagt die 30- jährige Schulsozialarbeiterin.

Mit dabei war auch Schulhund Wilma. Die zehneinhalb Monate alte Labradorhündin ist fester Bestandteil des Schulalltags. „Wir besuchen gemeinsam die Klassen. Alle Kinder kennen und mögen sie“, erzählt Ludwig. „Wilma spürt es, wenn Kinder traurig oder ängstlich sind und beruhigt sie auf ihre eigene außergewöhnliche Weise.“ Die Hündin habe ein sehr ruhiges Gemüt. „Daher hat sie kein Problem damit, gestreichelt zu werden, und lässt fast alles mit sich machen.“ Alle sieben fünften Klassen der Standorte Warburg und Borgentreich verbringen einen Gruppentag im Herlinghäuser Kirchberghof. Den Schülern der 5d hat der Tag viel Spaß bereitet. „Die Spiele waren echt toll und wir haben die anderen viel besser kennengelernt“, sagen Celine und ihre elfjährige Freundin Lina. Auch die beiden Klassenlehrer Angela Lang- Albrecht und Peter Lewandowski sind mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich denke, dass die Klasse sehr zusammengewachsen ist“, meint Lang-Albrecht. Und sie fügt lachend hinzu: „Da wünscht man sich, dass es so etwas auch schon zur eigenen Schulzeit gegeben hätte.“ Zum Abschluss gab es Stockbrot am Lagerfeuer.

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